Am 27 April. 2022 fand der 4. Fachtag Kinderschutz Duisburg und die Verleihung des Gerd-Unterberg-Preises statt. Nach 2 Jahren Corona-Pause konnte der 4. Fachtag Kinderschutz wieder – als Präsenzveranstaltung- in Duisburg stattfinden. RISKID und die Duisburger Helios-Kinderklinik hatte zu dieser Tagung Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen von Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheits- und Bildungswesen und der Justiz eingeladen, um im interprofessionellen Austausch einen Beitrag zur Verbesserung des Kinderschutzes leisten.

Grußworte

Bärbel Bas,
Bundestagspräsidentin

Christina Schulze Föcking
MdL NRW

Alexander Dierselhuis
Polizeipräsident Duisburg

Dr. Rainer Holzborn
Vorsitzender der Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Duisburg

Handeln, bevor es zu spät ist! Umfassender Kinderschutz bei Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung erfordert interprofessionelles Handeln aller mit dem Problem befassten Akteure, um frühzeitiger als bisher reagieren und betroffenen Kindern helfen zu können.
Der Gesundheitsbereich kann wesentliche Beiträge zu einem besseren Kinderschutz leisten. Die Politik hat in NRW für diesen Bereich gerade wegweisende gesetzliche Regelungen getroffen. Die überbrachten Grußworte unterstrichen die Wichtigkeit, diese Entwicklungen bundesweit auszubauen und wünschten dafür der Fachtagung viel Erfolg.

Anschließend beleuchteten die Referenten und die diesjährige Preisträgerin aus unterschiedlichsten Blickwinkeln welche Herausforderungen im Kinderschutz noch zu bewältigen sind.

Für die 280 Teilnehmer aus den verschiedenen Fachbereichen eine gute Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Kinderschutz zu informieren und anschließend darüber zu diskutieren.

 

Wissenschaftliche Leitung und Moderation:
Dr. med. Peter Seiffert, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik, Helios Klinikum Duisburg.

Referenten und Fachthemen:

Dr. Ralf Kownatzki, Kinder- und Jugendarzt, Vorsitzender RISKID e.V.
Aktuelles zu RISKID

Gisela Braun,
Diplom-Pädagogin, Fachreferentin für Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern, Autorin
Prävention mit Lebensfreude

Leon Philipp, Pädiater; Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic, Psychologin
Aktuelle Fallvorstellung Kinderschutzgruppe Duisburg

Gero Hufendiek, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut (VT),
Ltd. Psychologe SPZ Helios St. Anna Klinik Duisburg
Schreiambulanz und Kinderschutz

Gerd-Unterberg-Preisverleihung 2022

Im Rahmen der Fachtagung Kinderschutz Duisburg 2022 wurde in diesem Jahr Frau Gisela Braun, Dipl. -Pädagogin, Mitglied im Bundesverein zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen e.V, Dozentin und Autorin für ihr persönliches Engagement und ihr unermüdliches Eintreten, Kinder vor Misshandlungen insbesondere vor sexuellem Missbrauch zu schützen, mit dem Gerd Unterberg Preis 2022 ausgezeichnet.

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand
v.l.: Michael Reichelt, Dr. Ralf Kownatzki, Gisela Braun

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand
v.l.: Dr. Ralf Kownatzki, Gisela Braun, Dr. Peter Seiffert

Gisela Braun: Ihr Buch: „Kinder müssen frühzeitig lernen NEIN zu sagen“

 

Bildimpressionen der Veranstaltung

Eröffnung, Grußworte und Referenten

Dr. Peter Seiffert, Chefarzt der Helios Kinderklinik Duisburg, eröffnet den 4. Fachtag Kinderschutz Duisburg

Dr. Peter Seiffert, Chefarzt der Helios Kinderklinik Duisburg, eröffnet den 4. Fachtag Kinderschutz Duisburg, der wegen der Coronasituation auf den April 22 verschoben wurde und begrüßt die Teilnehmer.

Frau Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic spricht die Grußworte für die Bundestagspräsidentin Frau Bärbel Bas

Frau Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic spricht die Grußworte für die Bundestagspräsidentin und Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnet, Frau Bärbel Bas.

Frau Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic spricht die Grußworte für die Bundestagspräsidentin Frau Bärbel Bas

Frau Bas ist zeitgleich in politischen Auftrag in Israel und kann deshalb nicht in Duisburg persönlich dabei sein. In ihrem Grußwort dankt sie allen Teilnehmern des Duisburger Kinderschutz Fachtags für ihr Engagement. Kinder, als schwächste Mitglieder unserer Gesellschaft zu schützen ist ihr auch zukünftig eine Herzensangelegenheit.

Frau Schulze Föcking, MdL NRW und Kinderschutzsprecherin für die Landesregierung NRW

Frau Schulze Föcking, MdL NRW und Kinderschutzsprecherin für die Landesregierung NRW, wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die neue gesetzliche Regelung in NRW zum ärztlichen Informationsaustausch bei Verdachtsfällen von Kindesmissbrauch auch von den übrigen Bundesländern übernommen wird.

Alexander Dierselhuis, neuer Polizeipräsident in Duisburg

Für Alexander Dierselhuis, seit einem Monat neuer Polizeipräsident in Duisburg, ist der Kinderschutz eine sehr persönliche Angelegenheit und wird einen wichtigen Platz in seinem zukünftigen Aufgabenbereich bei der Polizeiarbeit einnehmen.

Dr. Rainer Holzborn, Vorsitzender der AEKNO, Kreisstelle Duisburg

Dr. Rainer Holzborn, Vorsitzender der AEKNO, Kreisstelle Duisburg, verwies auf die jahrelange Unterstützung von RISKID durch die Ärztekammer. Die beiden Ärztekammern von NRW und die Bundesärztekammer hatten sich für die Forderung von RISKID, den ärztlichen Informationsaustausch bei Verdachtsfällen von Kindesmissbrauch zu ermöglichen und zu regeln über Jahre eingesetzt.

Vorsitzender von RISKID e.V., Dr. Ralf Kownatzki,

Als Vorsitzender von RISKID e.V. erläutert Dr. Ralf Kownatzki, Kinder- und Jugendarzt die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen zum ärztlichen Informationsaustausch

 Susanne Thelen vom RISKID Vorstand

Laudatio für die Preisträgerin Gisela Braun durch Susanne Thelen vom RISKID Vorstand

 

Nach der Preisverleihung:

Gisela Braun gibt eine Kostprobe ihrer theaterpädagogischen Fortbildung für die Teilnehmer:

 

 

weitere Bildimpressionen der Veranstaltung

Leon Philipp, Pädiater und Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic, Psychologin

Leon Philipp, Pädiater und Dr. rer. nat. Sarah Klein-Radukic, Psychologin
stellen einen aktuellen Fall aus der Kinderschutzgruppe der Helios Kinderklinik Duisburg vor und erläutern das MeKids Projekt.

Frau Gabriele Schmitthals-Pluta vom Verein „sicheres Leben“

Besuch aus Bayern: Frau Gabriele Schmitthals-Pluta vom Verein „sicheres Leben“ :
Die Probleme bestehen bundesweit. Bayern sollte dem Beispiel NRW folgen.

Leon Philipp, Pädiater und Projektteilnehmer für die Helios Kinderklinik Duisburg bei MeKids.

Leon Philipp, Pädiater und Projektteilnehmer für die Helios Kinderklinik Duisburg bei MeKids. Das Projekt wird evaluiert und die Erkenntnisse sind dann auch sicherlich für die übrigen Bundsländer interessant.

Gero Hufendiek, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut (VT)

Gero Hufendiek, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut (VT),
stellt die Schreiambulanz am SPZ der Helios St. Anna Klinik Duisburg als weitere wichtige präventive Möglichkeit für den Kinderschutz in der Region vor.

Bis zum nächsten mal !

Bis zum nächsten mal !

 

 

Galerie

“Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Landtag in NRW lockert die Schweigepflicht für Ärzte, die bei jungen Patienten auf einen Missbrauchsverdacht stoßen. Ein neues Gesetz erlaubt es den Medizinern, sich mit Kolleginnen und Kollegen über den jeweiligen Fall auszutauschen.”

 

Wie es im Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen heißt, ist es Ärztinnen und Ärzten bei einem Verdacht auf Kindesmisshandlung bisher grundsätzlich nicht erlaubt, sich ohne Erlaubnis der  Eltern – und damit der eventuellen Täter – mit Kollegen zu besprechen. Das neue Gesetz soll hier Rechtssicherheit geben. Sind die Kollegen sich einig, dass es einen klaren Verdacht auf Missbrauch gibt, könnte der Arzt dann das Jugendamt kontaktieren. Möglich wird das neue Landesgesetz durch neue Vorgaben des Bundes.

Christina Schulze Föcking, Kinderschutz-Sprecherin der CDU-Fraktion, sagte dazu: «Unser Gesetzentwurf ist ein Paukenschlag für den Kinderschutz in NRW. Wir setzen damit das um, was Mediziner und Kinderschützer schon lange fordern und durch den neuen Bundesrahmen endlich möglich wird.» Ein Arzt sei somit auch nicht allein mit der Entscheidung, ob und wie er eingreifen muss.

Marcel Hafke, familienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, verwies zudem auf das Phänomen des «Ärztehoppings»: Durch den bewusst ständigen Wechsel von Kinderärzten würden gefährdete und betroffene Kinder und Jugendliche oft zu spät auffallen. Auch hier könnten sich Ärzte untereinander besprechen – wodurch Kindern und Jugendlichen frühzeitig geholfen werden könne.“

Für diese Regelung hatte sich RISKID in den vergangenen Jahren auf der Bundes- und Landesebene eingesetzt und dafür gekämpft, die bisherige absurde Rechtssituation zu ändern. Bisher konnten Sorgeberechtigte und potentielle Misshandler, die engen Grenzen der ärztlichen Schweigepflicht und des Datenschutzes dazu benutzen, ihren Missbrauch und ihre Misshandlungen an Kindern zu vertuschen. Eine Öffnungsklausel im gerade durch die Bundesregierung verabschiedeten KJSG (Kinder und Jugendstärkungsgesetz) erlaubt es jetzt den Bundesländern, diese absurde Rechtssituation zu beenden. Ärzte wird ermöglicht frühzeitiger Kindesmisshandlungen festzustellen oder auszuschließen. Ein Meilenstein beim Kinderschutz!

Mit der Verabschiedung des Landesgesetzes durch den Landtag NRW am 23.März 2022 übernimmt NRW eine Vorreiterrolle. Jetzt müssen die anderen Bundesländer folgen.

ZDF Beitrag | Pressemitteilung

Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des BKA zeigt, bei Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch und  Kindesvernachlässigung gibt es weiterhin keine Entwarnung. Jede Woche werden weiterhin 2-3 Kinder durch Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung getötet.

In allen Bereichen (Tötungsdelikte, körperliche Misshandlung, Sex. Missbrauch, Kinderpornographie) zeigt die aktuelle Kriminalstatistik des BKA (2020) einen Anstieg . Bei den getöteten Kindern sind vor allem wieder die Kinder bis zum 6. Lj. Betroffen (76%).
Eine Besserung ist auch für 2021 als Folge der Lockdown Bedingungen nicht zu erwarten.

weiterlesen auf “Situation in Deutschland”

Am 13. Juni 2021 wurde dem Mitbegründer von RISKID Heinz Sprenger, EKHK, posthum die Ehrenspange seiner Heimatstadt Mülheim/R verliehen. Anstelle unseres viel zu früh verstorbenen Mitstreiters für eine besseren Kinderschutz nahm seine Ehefrau Sieglinde Sprenger in Anwesenheit der Familie und Weggefährten die Ehrung entgegen. Sie wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt posthum an eine herausragenden Mitbürger verliehen . In seiner bewegenden Laudatio würdigte der Oberbürgermeister der Stadt Marc Buchholz den Kinderschützer und „wahren Schimanski des Ruhrgebietes“. Mit RISKID wollte Heinz Sprenger „Handeln bevor es zu spät ist“. Zu oft musste er als Chefermittler erleben, dass trotz erfolgreicher Ermittlungsarbeit, die Hilfe für die Opfer -insbesondere bei Kindern- zu spät kam.

Weiterlesen: Berichte und Artikel in den Medien

 

In Deutschland wurden im Jahr 2019 insgesamt 112 Mädchen und Jungen getötet.

 

weiterlesen auf “Situation in Deutschland”

Die aktuelle Kriminalstatistik des BKA zeigt, bei Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch, Kindesvernachlässigung gibt es weiterhin keine Entwarnung.

 

www.riskid.de/kindesmisshandlung/situation-in-deutschland/

Gesundheitswesen und Kinderschutz

Die aktuelle Corona-Situation mit häuslicher Isolierung macht deutlich wie wichtig es ist, dass praktizierende Ärzte, die Kinder behandeln untereinander kommunizieren dürfen, um als außenstehende Dritte, auf professioneller Basis rechtzeitiger Kindesmissbrauch/-Misshandlung aufdecken oder ausschließen zu können.

Die Politik handelt:
Bundesrat für ärztlichen Informationsaustausch zum Kinderschutz

Ärzte, die sich bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung und Missbrauch fachlich austauschen wollen, brauchen bisher dafür das Einverständnis der Misshandler, wenn diese sorgeberechtigt sind.

Jetzt will der Bundesrat diese absurde Rechtssituation beseitigen und den fachlichen ärztlichen Informationsaustausch bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung und Missbrauch gesetzlich regeln:

Bei der anstehenden Überarbeitung des KJSG (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz) soll der ärztliche Informationsaustausch in einem § 4a als Ergänzung zum § 4 KKG im Bundeskinderschutzgesetz ermöglicht werden.

Der ergänzende § 4a gibt Ärzten endlich die Möglichkeit und notwendige Rechtssicherheit für den ärztlichen Informationsaustausch (interkollegiale Information), ob medizinische Gründe vorliegen, die in ihrer Gesamtschau gewichtige Anhaltspunkte für einen Kindesmissbrauch oder eine Kindesmisshandlung ergeben. Dadurch können Ärztinnen und Ärzte zukünftig entsprechend ihrer ärztlichen Berufsordnung (MBO) die Jugendhilfe auf gesicherter medizinischer Basis entsprechend § 4 KKG informieren.

Die durch § 4a gegebene Möglichkeit, einen medizinischen Sachverhalt bei Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung und Missbrauch datenschutzkonform vorab im Gesundheitsbereich durch Informationsaustausch zwischen Ärzten rechtzeitiger abzuklären, hilft Kindeswohlgefährdungen frühzeitiger zu entdecken und gleichzeitig Eltern vor nicht gerechtfertigten und überflüssigen Meldungen an die Jugendhilfe schützen.

RISKID hat sich jahrelang für diese Regelung eingesetzt und begrüßt daher die Initiative des Bundesrates als Meilenstein für einen besseren Kinderschutz vor Missbrauch und Misshandlung.

Vorgeschichte:

Bereits 2008 beim Entwurf zum Bundeskinderschutz BKiSchG forderten die medizinischen Fachgesellschaften in ihrem Konsenspapier:

 

Diese Forderung fand damals leider nicht ihren Weg ins BKiSchG.

Dadurch werden die Möglichkeiten, im Medizinbereich Kindeswohlgefährdungen aufzudecken und an die Jugendhilfe zu melden, bis heute stark eingeschränkt.

Ärzte, die im Rahmen der medizinischen Grundversorgung Kinder behandeln, können dabei Misshandlungen aufdecken. Für sie ist die Möglichkeit sich nach der ärztlichen Berufsordnung mit ihren ärztlichen Kollegen auszutauschen zu können („interkollegiale Information“) Voraussetzung für eine korrekte Diagnose und ein ausgewogenes weiteres Vorgehen.
Nach BKiSchG können Ärzte bisher lediglich entsprechend  KKG §4 bei gewichtigen Anhaltspunkten die Jugendhilfe einschalten. Eine nach der ärztlichen Berufsordnung zuvor ausreichend abgesicherte Diagnose ist dafür nicht vorgesehen.
Diese Gesetzeslage gefährdet Eltern durch nicht gerechtfertigte Meldungen an die Jugendhilfe wegen ungeklärtem medizinischem Sachverhalt und gefährdet betroffene Kinder wegen zu spät gestellter Diagnosen.

 

RISKID setzt sich seit Jahren dafür ein, dass diese bis heute bestehende absurde Rechtssituation zum Wohl der misshandelten Kinder endlich geändert wird.

 

Vorreiter NRW Landespolitik !

Wegweisend für eine effektive Einbindung des Medizinbereichs können die Handlungsempfehlungen und parteiübergreifenden Beschlüsse der Landespolitik in NRW sein. Sie sind als Konsequenz aus den zahlreichen Missbrauchsfällen der letzten Zeit entstanden und greifen Stellungnahmen von Ärztekammern und ärztlichen Verbänden auf.

Diese umfassen neben der Einrichtung eines medizinischen Kompetenzzentrums für Kinderschutz ausdrücklich die Verbesserung des ärztlichen Informationsaustauschs und die Einrichtung einer elektronischen Verdachtsfalldatenbank wie RISKID.

„In bestimmten Fallkonstellationen kann die einzelne Verletzung keinen ausreichenden Rückschluss auf eine Misshandlung zulassen. Bei einer Gesamtschau wiederkehrender Verletzungen wäre dies aber anders zu beurteilen. Da potentielle Täter oft regelmäßig den Kinderarzt wechseln („doctor-hopping“) und dem aktuell behandelnden Arzt die Krankengeschichte daher nicht bekannt ist, können solche Fälle auch weiterhin unerkannt bleiben. Hier wäre die Einrichtung einer Datenbank zielführend, in welche Fälle eingepflegt werden können, bei denen erst bei Häufung ein konkreter Verdacht anzunehmen wäre…
… bei der praktischen Umsetzung dürfte sich eine Orientierung an „riskid“, anbieten…“

(Bericht der „Regierungskommission mehr Sicherheit in NRW“ Besserer Schutz vor Kindesmissbrauch vom 28.Mai 2019, IV Handlungsempfehlungen, 1. Verstärkung der Frühwarnsysteme)

RISKIKD kann dabei helfen, auf digitalem Weg die Kommunikation zwischen Ärzten zu erleichtern und zu unterstützen:

Über das elektronische Informationssystem können die behandelnden Ärzte miteinander kommunizieren und sich Befunde und Diagnosen im Rahmen einer virtuellen Fallkonferenz mitteilen.

Die Gesetzgebungskompetenz hierfür liegt beim Bund: daher kann die gesetzliche Regelung nicht abschließend auf der Landesebene erfolgen, sondern erfordert ein Mitwirken der Bundespolitik.

Die Landesregierung NRW beschreibt in ihrem Handlungs- und Massnahmenkonzept vom Dez. 2020, S. 39, ihre Schritte, endlich den notwendigen  Informationsaustausch zwischen Ärzten zu ermöglichen.

Wichtige Aussagen zum ärztlichen Informationsaustausch und Vorgehen mit RISKID enthält das Rechtsgutachten MMV16-4524 der Landesregierung NRW

Angesichts der Tatsache, dass seit Jahren unverändert 2-3 getötete Kinder pro Woche in Deutschland als Gewaltopfer zu beklagen sind, ist es sicherlich wichtig zeitnah zu Ergebnissen zu kommen, unabhängig davon an welcher Stelle und in welcher Formulierung die notwendigen gesetzlichen Regelungen verankert werden können.

 

Rechtsgutachten MMV16-4524 Kernaussagen

Übersicht RISKID System

Massnahmenkonzept NRW 2020

Ärzte-Information

Bundesärztekammer

 

Links :

A) Ärzte im Kinderschutz

 

Pressemappe Deutsche Kinderhilfe e.V.

 

 

 

tagesschau24

 

Vorstellung der Zahlen kindlicher Gewaltopfer, durch BKA Präsident Holger Münch
Bundespressekonferenz: Stellungnahme RISKID, Phoenix TV, 11.05.2020

Am 29 Jan. 2020 fand der 3. Fachtag Kinderschutz Duisburg statt. Eine Veranstaltung, die in Kooperation mit der Kinder- und Jugendklinik des Helios Klinikums Duisburg und RISKID e.V. geplant und durchgeführt wurde. Grußworte Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesgesundheitsministerium. Dr. Rainer Holzborn, Ärztekammer Nordrhein. Dr. Markus Schäfer, BVKJ Obmann der Duisburger Kinder und Jugendärzte.

Grußworte

Sabine Weiss,
Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesgesundheitsministerium.

Dr. Rainer Holzborn
Vorsitzender Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Duisburg

Dr. Markus Schäfer,
BVKJ, Obmann der Duisburger Kinder und Jugendärzte.

Umfassender Kinderschutz bei Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung erfordert interprofessionelles Handeln aller mit dem Problem befassten Akteure.
Der Gesundheitsbereich kann wesentliche Beiträge zu einem besseren Kinderschutz leisten. Es ist wichtig hierfür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Politik in NRW hat dafür bereits wegweisende Entscheidungen getroffen. Die überbrachten Grußworte unterstrichen die Wichtigkeit, diese Entwicklungen weiter auszubauen und wünschten der Fachtagung dafür viel Erfolg.

 

Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung wurden auf die Möglichkeiten einer Früherkennung von Kindesmisshandlungen bei der Haus- und Kinderärztlichen Versorgung
gelegt.
Die 300 anwesenden Teilnehmer aus den verschiedensten Fachbereichen – wie der Kinder- und Jugendmedizin, Jugendhilfe, Bildungswesen, der Polizei, Justiz und der Politik hatten Gelegenheit, sich bei den Vorträgen über aktuelle Entwicklungen im Kinderschutz zu informieren und anschließend darüber zu diskutieren.

Wissenschaftliche Leitung und Moderation:
Dr. med. Peter Seiffert, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik, Helios Klinikum Duisburg.

 

 

Referenten und Fachthemen:

PD Dr. Sibylle Banaschak, Rechtsmedizin Uni Köln, Leiterin KKG:
Kompetenzzentrum Kinderschutz im Gesundheitswesen (KKG NRW)

Dr. Ralf Kownatzki, Kinder- und Jugendarzt, Vorsitzender RISKID e.V.
Aktuelles zu RISKID

Rainer Becker, Polizeidirektor a.D., Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe
Begrifflichkeiten und Strafandrohungen im Kinderschutz

Dr. Tülin Knipp, Kinderärztin; Dr. Sarah Klein-Radukic, Psychologin
Aktuelle Fallvorstellung Kinderschutzgruppe Duisburg

Sara Watermann; Dr. Jens Temme, Familienrichter am Amtsgericht Duisburg-Hamborn
Das Familiengericht im Kinderschutz

Dr. Bernd Hemming, Professur Fliedner Hochschule für Familien Medizin
Hausärztlicher Familienblick im Kinderschutz

Gerd-Unterberg-Preisverleihung 2020

Im Rahmen der Fachtagung Kinderschutz Duisburg 2020 wurde Herr
Rainer Becker, Polizeidirektor a.D., Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, für sein persönliches Engagement und sein unermüdliches Eintreten, Kinder besser vor Misshandlungen zu schützen, mit dem Gerd Unterberg Preis 2020 ausgezeichnet.

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand
v.l.: Michael Reichelt, Dr. Ralf Kownatzki, Rainer Becker, Dr. Peter Seiffert

 

In seiner Laudatio führte der Vorsitzende von RISKID e.V., Dr. Ralf Kownatzki, dazu aus:

Zahlreiche Fälle von Gewalt und Misshandlung an Kindern – bereits während seiner aktiven Dienstzeit als Polizeidirektor- waren für Rainer Becker Aufforderung persönlich aktiv zu werden. Um hieran etwas zu ändern, wurden von ihm zahlreiche Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und erfolgreich umgesetzt.
Beispielhaft erwähnt seien: Einführung einer Kinderschutzhotline in Mecklenburg-Vorpommern: mit dem Ergebnis der Verdoppelung von Inobhutnahmen. Aber auch konkrete Einzelinitiativen für benachteiligte Kinder aus Problemfamilien: wie das Projekt „Bildung für alle“, Gutscheine für Nachhilfestunden, Musikschulen, Sportvereine sowie die Organisation von Schwimmkursen und Feriencamps.
Rainer Becker hat sich immer als ein Vertreter der Kinder verstanden. Als Vorstandsvorsitzender der „Deutschen Kinderhilfe – Die Kindervertreter“ hat er sich auch im verdienten Ruhestand weiterhin für den Schutz von Kindern vor Misshandlungen und Missbrauch eingesetzt.
Als Kindervertreter der Deutschen Kinderhilfe hat er dieser in zahlreichen TV-Beiträgen, bei Presseinterviews und in Podiumsdiskussionen ein Gesicht gegeben

Auszüge aus  der Laudatio lesen sie hier

 

Bildimpressionen der Veranstaltung

Eröffnung, Grußworte und Referenten

Chefarzt Dr. Peter Seiffert eröffnet den 3. Fachtag Kinderschutz

Chefarzt Dr. Peter Seiffert eröffnet den 3. Fachtag Kinderschutz Duisburg und
überbringt die Grußworte der Staatssekretärin Sabine Weiss,
Bundesgesundheitsministerium, Berlin

 Grußworte für die Ärztekammer Nordrhein

Dr. Rainer Holzborn, Vorsitzender AEKNO Kreisstelle Duisburg, spricht die Grußworte für die Ärztekammer Nordrhein

Dr. Markus Schäfer, BVKJ Obmann der Duisburger Kinder- und Jugendärzte

Begrüßung durch Dr. Markus Schäfer, BVKJ Obmann der Duisburger Kinder- und Jugendärzte

PD Dr. Sibylle Banaschak

PD Dr. Sibylle Banaschak, Rechtsmedizin Uni Köln, KKG. NRW:
Dokumentation und Begutachtung bei Kindesmissbrauch/Misshandlung

Aktuelles zu RISKID: Handlungsempfehlungen der Politik

Aktuelles zu RISKID: Handlungsempfehlungen der Politik in NRW:
Ausbau des Frühwarnsystems RISKID, Dr. Ralf Kownatzki.

Dr. Ralf Kownatzki: Laudatio für Rainer Becker

Dr. Ralf Kownatzki: Laudatio für den Gerd-Unterberg-Preisträger 2020,
Rainer Becker, Polizeidirektor a.D.; Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand

Preisverleihung durch den RISKID Vorstand,
v.l.: Michael Reichelt, Dr. Ralf Kownatzki, Rainer Becker, Dr. Peter Seiffert

Der Gerd-Unterberg-Preis wird zusammen mit dem Preisgeld überreicht

Der Gerd-Unterberg-Preis wird zusammen mit dem Preisgeld an den
Preisträger 2020, Rainer Becker, überreicht
v.l.: Michael Reichelt, Dr. Ralf Kownatzki, Rainer Becker Dr. Peter Seiffert

Der Preisträger Rainer Becker

Der Preisträger Rainer Becker:
Danksagung und Referat zu „Begrifflichkeiten und Strafandrohungen im Kinderschutz“

Aktuelle Fallvorstellung aus der Kinder- und Jugendklinik Helios

Aktuelle Fallvorstellung aus der Kinder- und Jugendklinik Helios Klinikum Duisburg:
v.l.: Dr. Peter Seiffert Chefarzt, Dr. Tülin Knipp, Kinder- und Jugendärztin, Dr. Sarah Klein-Radukic, Psychologin

Richter am Familiengericht informieren über Aufgaben und Arbeitsweise des Familiengerichts

Sara Watermann und Dr. Jens Temme, Richter am Familiengericht Duisburg-Hamborn,
informieren über Aufgaben und Arbeitsweise des Familiengerichts.

Dr. Bernd Hemming

Dr. Bernd Hemming: Der Familienblick im Kinderschutz. Eine Generationsübergreifende Aufgabe bei Misshandlungen im familiären Kontext.

Dr. Bernd Hemming

Dr. Bernd Hemming

Familiengericht und Rechtsmedizin im Gespräch.

Familiengericht und Rechtsmedizin im Gespräch.
v.l.: Dr. Temme, Sara Watermann, Frau P.D. Dr. Banaschak
Familiengericht und Rechtsmedizin im Gespräch.

Erfahrungsaustausch zwischen Experten

Erfahrungsaustausch zwischen Experten v.l.: Dr. Wilfried Kratzsch, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft, im Dialog mit Dr. Peter Seiffert

300 Teilnehmer aus, Medizin, Jugendhilfe, Polizei und Justiz

300 Teilnehmer aus, Medizin, Jugendhilfe, Polizei und Justiz, verfolgen die Vorträge und tragen mit ihren Diskussionsbeiträgen zu einer gelungenen Fachtagung bei.

Gruppenbild mit Preisträger, RISKID Vorstand und Referenten

Gruppenbild mit Preisträger, RISKID Vorstand und Referenten: v.l.:
Michael Reichelt, Dr. Ralf Kownatzki, Cord Neubersch, Dr. Elke Reutershahn,
P.D. Dr. Sibylle Banaschak, Rainer Becker, Dr. Jens Temme, Sara Watermann, Dr. Peter Seiffert, Dr. Sarah Klein-Radukic, Dr. Tülin Knipp, Dr. Bernd Hemming

Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen"

Regierungskommission „Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen“ Foto: Land NRW / M. Hermenau

Regierungskommission „Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen“ übergibt Zwischenbericht zum Schutz vor Kindesmissbrauch

Wolfgang Bosbach und Dr. Robert Orth stellen Ministerpräsident Armin Laschet und stellvertretendem Ministerpräsidenten Dr. Joachim Stamp Handlungsempfehlungen für besseren Schutz vor Kindesmissbrauch vor:

 

Foto Heinz SprengerBesonders relevant war dabei die Expertise von Heinz Sprenger, 2. Vorsitzender von RISKID e.V. welcher in seiner Dienstzeit als Polizeibeamter zahlreiche Tötungsdelikte an Kindern bearbeitet hat. Der Kinderschutz war für ihn, auch nach Eintritt in den Ruhestand, ein Herzensanliegen, für welches er sich bis zu seinem Tode im April dieses Jahres ehrenamtlich einsetzte.

 

 

 

IV.Handlungsempfehlungen

1. Verstärkung der Frühwarnsysteme

Um ein frühzeitiges Erkennen von Gefährdungssituationen für Kinder zu begünstigen, empfehlen sich neben einer verbesserten Personalausstattung der beteiligten Behörden folgende Maßnahmen:

a) Einführung eines interkollegialen Ärzteaustauschs und einer Verdachtsfalldatenbank

Bei bestimmten Verletzungsbildern ist medizinische Erfahrung notwendig, um Misshandlungsspuren von Unfallfolgen zu unterscheiden.

Um eine ausreichende Erfahrung bei der Begutachtung sicherzustellen, müssen sich Ärzte untereinander austauschen können, um zu einer gemeinsamen Diagnose zu kommen.
Ein direkter Austausch wird durch § 203 StGB (ärztliche Schweigepflicht) und den Datenschutz jedoch erschwert.

Das Kinderschutzgesetz ermöglicht es dem Arzt zwar bei „gewichtige(n) Anhaltspunkte(n) für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen“ und wenn ein Hinwirken auf Hilfe bei den Betroffenen aussichtslos ist, das Jugendamt zu benachrichtigen. Ein direkter Austausch zwischen den Ärzten jedoch ist nicht erlaubt.

Außerdem ist die Schwelle für die Übermittlung an das zuständige Jugendamt mit „gewichtigen Anhaltspunkten“ zu hoch angesetzt und verhindert dadurch, die Erkenntnis weniger gewichtiger Umstände zu „gewichtigen Anhaltspunkten“ zu verdichten.

Bei einem Austausch zwischen den Ärzten würde es ja gerade darum gehen, „kleinere“ Anhaltspunkte zu „gewichtigen“ Anhaltspunkten zu verdichten.
Eine Regelung, die einen solchen internen Austausch gestattet, ist daher notwendig.

Der Koalitionsvertrag der aktuellen Landesregierung enthält eine entsprechende Absichtserklärung:
„Zur Verbesserung des Kinderschutzes werden wir den interkollegialen Ärzteaustausch zur Verhinderung von doctor-hopping und Gewalt gegen Kinder ermöglichen und den Ärztinnen und Ärzten Rechtssicherheit geben.“5

Sie wollen mehr lesen: Hier geht es zum PDF der Regierungskommision

von links nach rechts:
Steffen Thiel – Polizeikommissar, René Sprenger – Polizeioberkommissar, Dr. Ralf Kownatzki – Mitbegründer RISKID und Vorstandsvorsitzender, Susanne Skorzik – Erste Polizeihauptkommissarin und Leiterin der Polizeiwache Von-Bock-Straße in Mülheim, Benjamin Beckord – Polizeihauptkommissar

 

 

 

RISKID bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Unterstützern und Sponsoren, die im ablaufenden Jahr durch ihr Engagement unserer Arbeit erst ermöglicht haben.

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen allen gesegnete, besinnliche  Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr 2020.

„Wir wollten leben“  Einweihung der Gedenkstätte für misshandelte Kinder

Gedenkstein: „Wir wollten leben“

Frau Gabriele Schmidthals-Pluta, Vorsitzende des Vereins „Sicheres Leben“

In einer bewegenden Gedenkfeier wurde am 20.Oktober die Gedenkstätte für getötete, misshandelte, missbrauchte und vermisste Kinder in Gersthofen/Augsburg eingeweiht. Die von dem Kempener Steinmetz Thilo Probst gestaltete Skulptur zeigt symbolhaft Gewalt an Kindern und das Schutzbedürfnis der Opfer. Die ausgebreiteten Arme eines Erwachsenen strecken sich dem Kind helfend entgegen. Die mehrsprachigen Aufschriften „Wir wollten leben“ verleiht den getöteten Kindern eine Stimme. „Der Gedenkstein soll wachrütteln“, sagt die Vorsitzende des Opferschutzvereins „Sicheres Leben“, Gabriele Schmidthals-Pluta.

Ansprache Hermann-Josef Borjans, Bund Deutscher Kriminalbeamter BDK

Ansprache Dr. Ralf Kownatzki, RISKID

Segnung durch Pfarrer Ralph Gössel und Dekan Stefan Blumtritt

Allein in Bayern wurden im vergangenen Jahr 26 Kinder Opfer tödlicher Gewalt.In ganz Deutschland waren es 143. Daran erinnerte, als Vertreter von RISKID, Dr. Ralf Kownatzki in seiner Ansprache. An die anwesenden Politiker appellierte er, in die anstehenden Koalitionsvereinbarungen nach der Landtagswahl in Bayern, das politische Ziel aufzunehmen, den Informationsaustausch zwischen Ärzten bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung zu regeln und die dafür notwendige Rechtssicherheit zu schaffen. „Nach bestehender Gesetzeslage ist dies bisher nicht möglich und strafbar“, teilte er den rund 200 ungläubigen Einweihungsgästen mit. Der Duisburger Kinder- und Jugendarzt verwies auf die Situation in NRW: dort hatte 2017die Landesregierung dieses Vorhaben in ihre Koalitionsvereinbarung aufgenommen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier u.a. von Klaus Jansen, als Solist, sowie Kindern der Goethe – Franziskus- und Musikschule und ihren Begleitern.

Kinderchor : „Wünsche schicken wir wie Sterne“

Solist Klaus Jansen: „Panis angelicus“

Weitere ausführliche Informationen:
link: http://www.sicheres-leben-gersthofen.de/index.php


News und Aktuelles

4. Fachtag Kinderschutz Duisburg und Verleihung des Gerd-Unterberg-Preises 2022

• Am 27 April. 2022 fand der 4. Fachtag Kinderschutz Duisburg mit der Verleihung des Gerd-Unterberg-Preises statt. Nach 2 Jahren Corona-Pause konnte der 4. Fachtag Kinderschutz in Duisburg wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Die Duisburger Helios-Kinderklinik und RISKID hatten dazu Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen von Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheits- und Bildungswesen und der Justiz eingeladen, um im interprofessionellen Austausch einen Beitrag zur Verbesserung des Kinderschutzes leisten.
Grußworte Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin, Christina Schulze Föcking MdL NRW, Alexander Dierselhuis, Polizeipräsident Duisburg, Dr. Rainer Holzborn, Ärztekammer Nordrhein

Juli 17th, 2022 by

Thema: News, Veranstaltungen

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Durchbruch beim Kinderschutz – NRW Politik handelt

“Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Landtag in NRW lockert die Schweigepflicht für Ärzte, die bei jungen Patienten auf einen Missbrauchsverdacht stoßen. Ein neues Gesetz erlaubt es den Medizinern, sich mit Kolleginnen und Kollegen über den jeweiligen Fall auszutauschen.”   Wie es im Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen heißt, ist es Ärztinnen und Ärzten bei einem Verdacht auf Kindesmisshandlung […]

Juni 29th, 2021 by

Thema: News

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Neue Kriminalstatistik des BKA Mai 2021

Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des BKA zeigt, bei Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch und Kindesvernachlässigung gibt es weiterhin keine Entwarnung. Jede Woche werden weiterhin 2-3 Kinder durch Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung getötet. In allen Bereichen (Tötungsdelikte, körperliche Misshandlung, Sex. Missbrauch, Kinderpornographie) zeigt die aktuelle Kriminalstatistik des BKA (2020) einen Anstieg . Bei den getöteten Kindern sind vor allem wieder die Kinder bis zum 6. Lj. Betroffen (76%).
Eine Besserung ist auch für 2021 als Folge der Lockdown Bedingungen nicht zu erwarten. An der Grundproblematik hat sich gegenüber 2020 nichts verbessert.

Juni 29th, 2021 by

Thema: News

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