Fassungslos, in tiefer Trauer, teilen wir an dieser Stelle mit, dass Heinz Sprenger, stellv. Vorsitzender und Mitbegründer von RISKID
am 08. April 2019 während eines Urlaubsaufenthaltes ganz plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Die Trauerfeier findet statt am Donnerstag, 2. Mai 2019, um 12.00 Uhr in der Matthäuskirche, an der Oberheidstr. 229, 45475 Mülheim an der Ruhr

Auf Wunsch der Familie wird anstelle von Grabschmuck um Spenden an „RISKID e.V. gebeten. Konto: Deutsche Bank Duisburg, IBAN: DE51 3507 0024 0309 0255 00 mit dem Stichwort: „Heinz Sprenger“.

 

 

 

Nachruf

 

Bestürzt und immer noch fassungslos trauert RISKID um sein Gründungsmitglied und stellvertretenden Vorsitzenden

Heinz Sprenger

Der ehemalige Leiter der Duisburger Mordkommission ist am 8. April 2019 im Alter von 66 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

Als Chefermittler und Aufklärer der Duisburger Mafia-Morde von 2007 war Heinz Sprenger vielen als „Der wahre Schimanski“ aus Duisburg weit über die Landesgrenzen bekannt.

Eine besondere Herzensangelegenheit für ihn, der beruflich ständig mit Gewaltopfern konfrontiert wurde, war es jedoch, Kinder vor Gewalt und Misshandlungen zu schützen:

Heinz Sprenger: „Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und sind am wenigsten in der Lage, sich gegen Gewalt zu wehren. – Wir sind immer als Erste am Tatort, aber fast immer zu spät. Die Täter zu überführten gelingt fast immer, die Opfer zu retten fast nie!“

Mit seiner großen Erfahrung als Erster Kriminalhauptkommissar hat er sich nach seiner Dienstzeit deshalb ehrenamtlich vor allem für den Schutz dieser Kinder engagiert.

Die ärztliche Informationsplattform RISKID war für ihn eine innovative Möglichkeit, den Kinderschutz praxisbezogen entscheidend voranzubringen. Ärztliche Befunde bei Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung mittels RISKID zusammenzuführen, um eine Kindesmisshandlung früher nachzuweisen oder auch auszuschließen, um dadurch betroffene Kinder vor weiteren Misshandlungen oder aber auch Eltern vor nicht gerechtfertigten Vorwürfen zu schützen, dafür hat er sich eingesetzt: als Dozent für Kriminalistik an der Fachhochschule, als Gutachter bei Anhörungen im Landtag, als Experte in politischen Gremien, als Autor mit
seinem Buch „KinderLos“.

Heinz Sprenger wollte „Handeln bevor es zu spät ist“. Seine Gradlinigkeit, seine Forderungen nach konsequentem Handeln, seine praxisbezogene Logik, wurden geschätzt und geachtet, manchmal auch gefürchtet.
Er war kein Anhänger lebloser Statistiken und Datenfriedhöfe, die – fern vom tatsächlichen Geschehen entstanden- Entscheidungsträgern halfen weiterhin untätig bleiben zu können.

Durch seinen frühzeitigen Tod verlieren Kinder einen mutigen Fürsprecher und RISKID einen kämpferischen Wegbereiter für einen besseren Kinderschutz.

Wir verneigen uns vor einem großartigen, aufrechten Menschen und werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren und den gemeinsamen Weg in seinem Sinne fortsetzen.

Dr. Ralf Kownatzki

Nachruf Heinz Sprenger