Dr. Ralf Kownatzki

Dr. Ralf Kownatzki

Dr. Ralf Kownatzki, Kinder – und Jugendarzt, ist zusammen mit dem Kriminalbeamten Heinz Sprenger Gründer von “RISKID”, einem Informationssystems für Ärzte bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung.

Es dient der rechtzeitigen Erfassung von Kindern, deren Symptome den Verdacht auf körperliche oder seelische Misshandlung , auf schwere Vernachlässigung oder auf sexuellen Missbrauch lenken. Mit RISKID kann sich ein Arzt insbesondere bei Arztwechsel über Vorbefunde informieren.

Bereits während seiner Tätigkeit als für eine Kinderintensivstation zuständiger Oberarzt einer Duisburger Kinderklinik wurde er mit den vielfältigen Erscheinungsformen von Kindesmisshandlung konfrontiert.

Zusammen mit seinen in der ambulanten Versorgung tätigen ärztlichen Kollegen engagiert sich der praktizierende Kinder- und Jugendarzt als Obmann der Duisburger Kinder- und Jugendärzte seit Jahren für den Kinderschutz.

So fordert er u.a. zugunsten eines besseren Kinderschutzes, das Gesundheitswesens stärker mit einzubeziehen und Ärzten die Möglichkeit zu geben, sich wie bei anderen ärztlichen Diagnosen üblich, auch bei Verdachtsdiagnosen von Kindesmisshandlung gegenseitig informieren zu können und dafür die notwendigen gesetzlichen Regelungen zu schaffen.

Heinz Sprenger

Heinz Sprenger

Heinz Sprenger (*28.März 1953; t 8. April 2019), Polizeibeamter,
Leiter des für Gewaltdelikte zuständigen Kommissariats in Duisburg, war zusammen mit dem Kinder- und Jugendarzt Dr. Ralf Kownatzki Gründer von “RISKID”, einem Informationssystems für Ärzte bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung.

Heinz Sprenger kämpfte seit Jahren für den Schutz Minderjähriger. Eine Kindermordserie 2005 animierte den Todesermittler, ein Frühwarnsystem einzurichten.

„Gewalt gegen Kinder gehört zu den abscheulichsten Verbrechen überhaupt. Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und sind am wenigsten in der Lage, sich gegen Gewalt zu wehren.“ (Heinz Sprenger)

Für den Kriminalisten Heinz Sprenger, war seine Ermittlungstätigkeit nie ein Job sondern eine Lebensaufgabe, um dem Recht zu dienen und um die Opfer zu würdigen.

“Wir sind immer als Erste am Tatort”, sagte Heinz Sprenger, “aber immer zu spät”.

Die Täter zu überführen, schafften er und seine Kollegen in den meisten Fällen. Die Opfer zu retten, fast nie. Hier durch RISKID etwas präventiv zu ändern und zu verbessern war sein Ziel.

Mit dem plötzlichen Tod von Heinz Sprenger im April 2019 verlieren die von Misshandlung betroffenen Kinder einen ihrer wichtigsten Kämpfer für einen besseren Kinderschutz.